Reflexintegration im Sportbereich

Ein ganz besonderes Anliegen ist es mir, Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu unterstützen,
damit Bewegung geschmeidig verläuft und Spaß macht.

Ich selbst bin Leichtathletik-Trainerin der 6-7 Jährigen und merke hier schon große Unterschiede bei den Kindern, was die Motorik betrifft.

Fehlstellungen, Gleichwichtsprobleme, fehlende Seitigkeit sind hier immer wieder große Themen.
Ganz davon abgesehen, dass viele Kinder noch über keine Zentrierung verfügen.

Noch offene frühkindliche Reflexe können die Ursache sein!

Ein Grund, warum es bei Kindern solche Probleme gibt, können noch nicht integrierte frühkindliche Reflexe sein.
Diese haben nicht nur Auswirkungen auf den emotionalen und kognitiven Bereich, sondern auf den gesamten Körperapparat. Und das zieht sich leider dann hoch bis ins Erwachsenenalter.
Und umgekehrt muss man sagen, dass körperliche Beeinträchtigungen Einfluss auf die emotionalen und die intellektuellen Fähigkeiten haben.

Gut koordinierte Bewegungsabläufe und saubere Techniken im Sport sind dann leider nicht möglich.
Das Kind, der Mensch, wirkt unsportlich.

? Ganz besonders kann man das beim Laufen beobachten. Das Laufen sieht nicht sehr geschmeidig aus und wirkt auch sehr angestrengt!

? Der Körper muss kompensieren durch überflüssige Ausgleichs- und Gegenbewegungen!

? Ganz normale alltägliche Körperbewegungen werden als anstrengend empfunden!

? Fehlhaltungen sind die Folge!

? Schiefe Schultern, keine Zentrierung im Beckenbereich oder Schiefstellung des Kopfes!

? Dies führt dann im Jugend- und Erwachsenenalter zu Knie,- Hüft- und/oder Schulter-Nackenproblemen!

Jede Bewegung, jeder Schritt wird als anstrengend empfunden.
Sportliche Betätigung, Joggen, Wandern, Fahrradfahren, Schwimmen etc. machen keinen Spaß!

Ich möchte einmal das Augenmerk auf das Schwimmen richten!

Viele Kinder haben heutzutage Schwierigkeiten, das Schwimmen zu erlernen. Ich habe Kontakt zu einigen Schwimmtrainerinnen der DLRG und diese bestätigen das immer wieder.

Das Schwimmen ist eine höchst koordinative Bewegung, die durch ein gleichmäßiges Atmen unterstützt wird.

Noch aktive frühkindliche Reflexe können diese Bewegungen enorm stören und das Kind lernt nur schwer das Schwimmen oder findet bis ins Erwachsenenalter keinen guten Schwimmstil.

Wenn der Symmetrisch Tonische Nackenreflex (STNR) z.B. nicht vollständig integriert ist, kann eine Streckung des Kopfes Restreaktionen hervorrufen.

Der STNR wird in frühkindlicher Entwicklung dafür benötigt, vom Fersensitz hoch in den Vierfüßlerstand zu kommen, um dann irgendwann loszukrabbeln. Wenn die Restreaktionen immer noch da sind, fällt es den Kindern schwer, z.B. beim Brustschwimmen auf dem Wasser zu liegen. Die Beine sacken nach unten weg, da eine Bewegung des Kopfes eine Beugung im Hüft- und Beinbereich auslöst. Sie müssen mit einem enormen Kraftaufwand versuchen, auf dem Wasser liegen zu bleiben.

Ein offener Moro-Reflex kann ein gleichmäßiges Atmen verhindern. Der Moro-Reflex trainiert im Mutterleib schon die Atemmuskulatur. Nach der Geburt ist dieser zuständig für den ersten Atemzug und den ersten Schrei. Wird der Moro nach dem dritten/vierten Lebensmonat nicht integriert , kann es zu einer Blockade bei der Atmung kommen. Das Kind atmet zu früh oder zu spät ein, was dann auch zu einer Panikatmung führen kann.

Schwimmen macht diesen Kindern dann wenig Spaß und sie sind auch nicht in der Lage, längere Strecken zurückzulegen, sie sind schnell erschöpft. Da die Kinder nicht auf dem Wasser liegen können, kommt es schnell vor, dass der Kopf unter Wasser kommt. Dadurch können sich Ängste entwickeln.